Wahlkampf: Nostalgie

Ech hu mer mol aus Virwetz de grénge Grondsazprogramm vun (wahrscheinlech) 1983, also dem Grennungsjoer vun de Gréngen zu Lëtzebuerg, ugekuckt. Hätten déi aner Parteien eis deemools nogelauschtert amplaz eis auszelaachen, sou stéinge mer haut vläit e Stéckelchen besser do. Hei e puer Auszich:

gruene1983Präambel

[...] Die ökologische Weltkrise verschärft sich von Tag zu Tag: die Rohstoffe verknappen sich, Giftskandal reiht sich an Giftskandal, Tiergattungen werden ausgerottet, Pflanzenarten sterben aus, Flüsse und Weltmeere verwandeln sich in Kloaken.

Die Hungerkatastrophe in der Dritten Welt nimmt die Ausmasse einer versteckten Massenvernichtung an. Die intensive industrielle Produktionsweise führt auf internationaler Ebene zu einer Arbeitsteilung, die die Länder der Dritten Welt den ausschliesslich profitorientierten transnationalen Firmen rücksichtslos ausliefert.

Eine solche Gesellschaft bürdet den nachfolgenden Generationen eine unheimliche Erbschaft auf.

[...] Ein völliger Umbruch unseres kurzfristig orientierten wirtschaftlichen Zweckdenkens ist notwendig.

[...] Ausgehend von den Naturgesetzen und insbesondere von der Erkenntnis, dass in einem begrenzten System kein unbegrenztes Wachstum möglich ist, heißt ökologische Politik, uns selbst und unsere Umwelt als Teil der Natur zu begreifen.

[...] Naturgemäss verschärfen sich in einer solchen Entwicklung die sozialen Widersprüche und Gegensätze, die es in verschleierter Form bereits vor der aktuellen Wirtschaftskrise gegeben hat. [...]

Umwelt

- Anwendung des Verursacherprinzips: pollueur-payeur

- Produktionsverfahren die Giftmüll erst gar nicht produzieren

- Die Ansiedlung neuer umweltfreundlichen Industrien soll auf dem Gelände stillgelegter Werke geschehen.

- Um aufwendige Arbeitswege, und die damit verbundenen Probleme („Geautobunns“, Staus, Parkprobleme, Abgase etc.) zu vermeiden, sollen die auseinandergerückten Bereiche (Wohnen, Arbeiten, öffentliche Einrichtungen) wieder miteinander verbunden werden.

Wirtschaft

[...] In diesem Zusammenhang wird z.B. darüber diskutiert, welche Zukunftschancen im Rahmen einer sich immer schneller restrukturierenden Weltwirtschaft Sektoren wie die Stahlindustrie in den alten Industrieländern überhaupt noch haben, welche Möglichkeiten der Kontrolle bzw. Gegenmacht wir im Rahmen unseres Kleinstaates und/oder Westeuropas der Macht des ansässigen transnationalen Bank- und Industriekapitals überhaupt gegenüberzustellen vermögen.

[...] Auf Luxemburg bezogen bedeutet dies im Rahmen unserer Prinzipienerklärung aber auch, den Aufbau eines neuen, alternativen Wirtschafts- und Sozialprozesses in die Wege zu leiten, humane, sozial und ökologisch verantwortbare Wirtschaftsaktivitäten neu zu entwickeln und alternative Funktions- und Verwaltungsmodelle zu experimentieren.

Verkehr

Wir treten dafür ein, dass der öffentliche Transport weiter ausgebaut, attraktiver und billiger wird. Erste Schritte in diese Richtung müssen sein: Billigsttarife, wenigstens Stundentakt, flexiblere Fahrpläne und in den Städten absoluter Vorrang für Busse und Strassenbahnen. Auch für den Güterverkehr gilt: von der Strasse weg auf die Schiene.

Energie

Unsere Energieversorgung ist gekennzeichnet durch einen verschwenderischen Umgang mit den Rohstoffen [...] und ist zudem gekoppelt mit einer starken Umweltbelastung. Luxemburg ist zudem extrem abhängig vom Ausland da es selbst nur sehr wenig Energie produziert. Eine andere Energiepolitik ist notwendig, und sie ist auch möglich. Sie soll bei gleichem Lebensstandart so wenig Rohstoffe wie möglich verbrauchen und durch optimale Ausnutzung der eingesetzten Energie die masslose Verschwendung stoppen. Eine langfristige sichere Energieversorgung kann es nur geben, wenn das dazu notwendige Versorgungssystem nicht die ökologischen Lebensgrundlagen zerstört, sondern in natürliche Kreisläufe eingebunden ist. Diese Alternative wird wegen ihrer ökologischen und sozialen Verträglichkeit häufig als „sanfter Weg“ bezeichnet. Seine wesentlichen Merkmale lassen sich etwa folgendermassen beschreiben:

- umweltverträglich, nicht gesundheitsgefährdend, weil in natürliche Kreisläufe eingebunden;

- sicher, weil auf natürlichen Energiequellen (Sonne, Wind, Wasser, Pflanzen) beruhend, die es geben wird, solange die Erde bewohnbar ist; und weil sich die Versorgungsstruktur auf eine Vielfalt verschiedener, wenig aufwendiger Technologien stützt;

- bedarfsorientiert, weil die Senkung des Energieverbrauchs durch optimale Nutzung im Vordergrund steht.

2 Antworten

  1. „Hätten déi aner Parteien eis deemools nogelauschtert amplaz eis auszelaachen, sou stéinge mer haut vläit e Stéckelchen besser do.“

    QFT – quoted for truth.

    Et wier jo nawell eppes gewierscht wann d’Menschheet mol eng Keier vun sech selwer aus progressiv gewierscht wier. Mee leider si mir „heichintelligent“ Aafen am allgemengen net bekannt fir Fortschretter ze maachen ouni dass iergend eng Form vun Drock do as. Freier wor deen Drock meeschtens Ugreff, Verteidegung, kuerz, den Krich zum Iwwerliewen. Lo steet eis en neien Drock an d’Haus, en neien Krich zum Iwweeliewen, op deen een net onbedengt einfach reageieren kann, mee vlait just preveneieren; an daat as deen vum Klimawandel an engem staarken Manque vun Sustainability deen lo mol richteg spierbar gett and unfaenkt staark Auswierkungen ze hun.

    Et wellt een alt hoffen dass d’Leit um erwaechen sin an et neideg fannen fir endlech eppes z’ennerhuelen. Aanerefalls, wei ech just de moien relativ sarkastesch an drechen gefacebookt hun: „Looking at the way our planet is heading for disaster, I’d advise to re-use your plastic bags… to suffocate your children.“

    Vlait bessen krass, mee sou wei d’Menschheet sech iwwerhaapt op villen, net nemmen ekologeschen Fronten behellt, vlait mei no un der Wourecht wei een zougin well.

  2. Ah, die gutt, aal 80er …

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